Wie funktioniert die Messtechnik bei ExtraEnergy?

Das besondere am Test hier in Tanna ist, dass es sich nicht um Fahrberichte handelt, sondern „objektive“ Tests. Das heißt es werden Daten gemessen.

Ich habe den Aufbau der Sensorik hier schon mal beschrieben, auch das Messen des Unterstützungsfaktors. Nun, die Technik hat natürlich auch eine rein praktische Seite, alle die hier Test fahren müssen sie bedienen und neben Fehlern dabei, fällt der Spass auch hier und da mal aus… damit Ihr Euch das besser vorstellen könnt, habe ich den Testfahrer Wolfram Hartmann mal bei der Einstellung gefilmt…

2011 04 16 Messtechnik Extra Energy_klein (das Video zum Download)

Was ist der Unterstützungs-Faktor bei einem E-Rad/Pedelec?

Der Unterstützungs-Faktor ist ein Maß dafür, wie stark ein Elektrofahrrad (Pedelec) beim Fahren unterstützt. Man könnte das auf verschiedene Weisen messen, bspw. Durch den Vergleich Motorleistung zu Fahrerleistung während der Fahrt. Also wie viel leistet der Fahrer und wie viel der Motor. Dabei ist allerdings das Problem, dass die Motorleistung nicht immer gleich viel Effekt hat. Es kann also sein, dass ein Motor sehr viel leistet (also viel Strom verbraucht), der Fahrer aber trotzdem kaum entlastet wird. Das kann durch schlechte Fahr-Eigenschaften des E-Rads passieren aber auch durch schlechte Motorsteuerung.
Der Verein ExtraEnergy geht in seinen Tests deshalb anders vor: Jede Testperson fährt mit einem Referenzrad ohne Motor mehrere Runden auf der Teststrecke. Aus den Referenzrad-Fahrten wird eine, für den Fahrer charakteristische, Leistungs-Geschwindigkeits-Kurve ermittelt. Diese drückt aus, welche Leistung für eine bestimmte Geschwindigkeit aufgebracht werden muss.

Bei jeder Fahrt mit einem Elektrofahrrad (Pedelec) wird dann ebenfalls eine solche Kurve erstellt. Aus dem Unterschied der nötigen Leistungen der Fahrer wird dann der Unterstützungsfaktor errechnet. Die Formel ist: (nötige Leistung ohne Motor/nötige Leistung mit Motor) – 1 .

Beispiel

Braucht eine Fahrerin auf dem Referenzrad 140 Watt um 20km/h zu halten, auf einem E-Rad aber nur 70 Watt, dann ist der Unterstützungsfaktor 140/70-1, also 1.

Der Vorteil an dieser Berechnungs-Methode ist, dass es völlig egal ist, ob der Motor für die Entlastung der Fahrerin um 70 Watt nun 500 oder 80 Watt aufbringt. Wichtig ist, wie viel weniger gestrampelt werden muss.

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