Parken auf Radwegen – und täglich hält das Murmeltier

Aufkleber von Umkehr und Fuss e.V.

Getränke Ausladen, Einsteigen ins Taxi, Gefahr im Verzug, kurz zum Briefkasten. Es gibt tausend Gründe, das Auto mal „ganz kurz“ abzustellen.
In einem „autonormativen“ Verkehrssystem (ein System, dass das Auto als Normalfall der Fortbewegung sieht und alles andere als Ausnahmen) wie unserem gilt dann: Halte da, wo es am wenigsten stört, das heißt im Klartext:

Nicht auf die Idee kommen, auf der Autospur anzuhalten, denn da behindert man ja den Vekehr – lieber auf Rad- oder Gehweg… das ist nicht so schlimm.

Ohne speziell zu suchen, werden hier in Bildern und Videos ein paar solcher Situationen dokumentiert – die Sammlunng wird wachsen, schickt gerne eigene Bilder und Videos … (infoäteradhafen.de)

Update 9/2013: Das Fotografieren ist dem e-Rad Hafen schon eine Weile zu langweilig geworden – worum es geht ist wohl deutlich geworden. Wer auch fotografieren will und effektive Mittel für freie Radwege schaffen will, dem sei die App Wegeheld ans Herz gelegt. Ein Foto mit dem Smartphone und Schwupps gibt es eine Anzeige.

  • 24.5.2013 Foto: e-Rad Hafen

Und auch die Polizei verfährt nach dem selben Muster, zwei Pkw-Fahrbahnen, ein Radweg stehen zur Wahl – nach meiner Erfahrung stehen die Autos der Polizei dann fast immer auf dem Radweg/-streifen. Das Ausweichen auf die Fahrbahn ist gefährlich, weil die Autos, auf deren Spur Radler_innen wechseln müssen, meist deutlich schneller sind.
Dabei können die Einsatzkräfte frei entscheiden, wo sie in Gefahrensituationen anhalten. Meine Anregung, zu prüfen, ob es in 100% der Fälle besser ist, auf dem Radweg zu halten, wurde vom Bearbeiter des Bürgertelefons übrigens dankend aufgenommen…

Was tun?

In erster Linie muss das Ahnden von Regelverstößen und die Höhe des Bußgelds hoch genug sein, dass es sich nicht mehr lohnt falsch zu parken. Falschparken darf in Situationen wo gefährliche Spurwechsel der Radfahrenden erzwungen werden, kein Kavaliersdelikt sein. Ansonsten: Leute freundlich ansprechen, mehr Lieferverkehr auf Lastenräder, sich für bessere Fahrradpolitik einsetzen, ab und an vielleicht mal ein Strafzettel, ein „park nicht auf unseren Wegen Aufkleber“… to be continued.

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