eMTB von Fischer im e-Rad Hafen Langzeittest

Das Interesse an „günstigen“ eBikes ist groß. Kein Wunder: Nicht jede*r, der mit Unterstützung radeln will, kann oder will über 2000 Euro für ein Fahrrad investieren. Das muss auch nicht sein, denn in der Preisklasse bis 1400 Euro werden bereits eine Menge Produkte angeboten (mehr dazu hier). Oft sind die eBikes in dieser Preisklasse erstaunlich gut ausgestattet und locken dazu noch mit solidem Kundensupport.

Doch wie macht sich so ein „günstiges“ eBike im Dauereinsatz und erfüllen sich die Service Versprechen? Das sind die Leitfragen des e-Rad Hafen Langzeittests mit dem Fischer eMTB EM 1614, das heute morgen bei mir angeliefert wurde.

Für die nächsten Monate werde ich es ausführlich testen und hier im Blog einen laufenden Bericht einstellen.

2016/6 Upadte zum Test der Stiftung Warentest

Im aktuellen Tiefeinsteiger Test der Stiftung Warentest wurde auch das Fischer E-Bike ECU 1603 getestet – die Sattelstütze brach und das führte zur Abwertung auf „mangelhaft“. Der Test wurde erneut in Kooperation mit dem ADAC durchgeführt. Mittlerweile hat Fischer reagiert und einen Gegentest beim Prüflabor Velotech in Auftrag gegeben. Bei allen Tests hielt die Sattelstütze und der Mangel konnte nicht reproduziert werden – mehr Details in dieser Stellgunnahme. Andere Hersteller, deren Produkte mit „mangelhaft“ bewertet wurden, kommen zu ähnlichen Ergebnissen, etwa Kreidler. Damit kommen erneut Zweifel an den Testmethoden der Stiftung Warentest auf – 2013 habe ich dazu bereits mehrfach berichtet – zum damaligen Ergebniss und Stellungnahmen und zur Glaubwürdigkeit des Test.

Erste Eindrücke

Das EM 1614 wird mit eingestelltem Lenker in einem voluminösen, trapezförmigen Karton geliefert (siehe Fotos). Der mit 504 Wattstunden beachtlich große Phylion-Akku des 48 Volt Heckantrieb-Systems ist ebenfalls voll geladen (hier mehr zu Akkugrößen) – braucht wenn er leer ist aber auch 5 Stunden zum aufladen, das Ladegerät lädt nur mit 2 Ampere (mehr zur Berechnung der Ladezeit hier). Dafür ist es leicht.

In der mit gelieferten Box sind Batteriebeleuchtung, Werkzeug und eine ausführliche Anleitung enthalten. Man könnte meinen, es kann sofort losgehen. Das stimmt aber nicht ganz – denn zunächst die Erstkonfiguration des Systems erledigt werden (Seite 26 der Anleitung), dabei wird die Radgröße und Systemspannung eingestellt (36 oder 48 Volt). Ohne diese Einstellung stimmt weder die Akkuanzeige, noch die Geschwindigkeit und damit das Abregeln des Motors. Das hat mich einen Anruf bei der freundlichen Service Hotline gekostet, nachdem auf der ersten Fahrt der Motor immer zu früh abgeregelt hatte und die Akkuanzeige bis zum Motorausfall einen vollen Akku angezeigt hat.

Fahreingeschaften

Auf den ersten Metern macht der Antrieb einen guten Eindruck. Der Motor wird nicht per Kraftsensor gesteuert, wie es bei teuren Modellen üblich ist, sondern mittels eines einfacheren Bewegungssensors. Dennoch ist die Verzögerung beim Anlaufen und Unterbrechen des Schubs recht kurz (mehr zu Sensorik hier). Das macht sofort Lust auf mehr…

Fischer eMTB Stand s
Scheibenbremsen, arretierbare Federgabel und ein lautloser Motor. Foto: e-Rad Hafen

…Und nach der ersten Tour bestätigt sich der Eindruck, der Motor ist extrem leise und reagiert relativ schnell. Allerdings ist due Unterstüzung sehr monotn und reagiert nicht auf das eigene Fahrverhalten, bei Systemen mit Kraftsensoren ist das anders – braucht man mehr Schub, reicht ein fester Antritt auf den Pedalen und ls geht es. Das ist hier beim Fischer MTB nicht möglich, obwohl es gerade für den Moutainbikebereich beispielsweise bei steilen Anstiegen und schnellen Änderungen der Fahrsituation sehr relevant ist (Mit der Evo Serie legt Fischer nach, ein Fully mit Mittelmotor und Kraftsensor ist neuerdings erhältlich). Geht es dagegen länger konstant voran, ist die Unterstützung sehr angenehm und kraftvoll, bei längeren Anstiegen hoher Motor-Stufe und wenig eigener Trittleistung kann es passieren, das der Motor warm wird und die Motorleistung spärbar herunter regelt. Die Reichweite ist bei voller Unterstützung (Stufe 5) rund 50 Kilometer, das ist ordentlich.

Für ein MTB sitzt man durch den hohem Steuersatz und dem kurzen Oberrohr angenehm aufrecht. Das ist bequem, passt aber an sich nicht so gut zum sportlichen Design des Rads. Die Scheibenbremsen verzögern ordentlich, wenn auch deutlich weniger bissig als die Konkurenz von Magura oder Shimano.

Kein unbekanntes eBike

Das Fischer eMTB hat bereits ein paar erfolgreiche Tests hinter sich, so wurde es in der Zeitschrift ElektroRad und beim ExtraEnergy Test mit gut bewertet – hier Text dazu.

Das EM 1614 wurd von ExtraEnergy und ElektrRad mit "gut" bewertet. Foto: e-Rad Hafen
Das EM 1614 wurd von ExtraEnergy und ElektrRad mit „gut“ bewertet. Foto: e-Rad Hafen

Solche Testergebnisse sind natürlich außergewöhnlich für ein Rad in dieser Preisklasse. Trotzdem werden Räder bei solchen Tests nur relativ wenig und über einen kurzen Zeitraum gefahren. Ich bin gespannt, wie das EM 1614 sich in den nächsten Wochen macht und werde hier weiter berichten.

Ich freue mich auch über Fragen und Kommentare! Eine informative Diskussion zum EM 1614 ist auch im Pedelec-Forum zu lesen.

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27 comments

  1. Toller Test! Das E-Bike macht einen guten Eindruck. Zwar kommt das Rad sicherlich nicht an die Modelle von Haibike und co. heran, aber wer etwas Geld sparen möchte kommt hier sicherlich auf seine Kosten.

  2. Hallo zusammen,
    bin im Urlaub ca. 700 km in Frankreich auf der Eurovelo 6 unterwegs gewesen und noch im Raum Grenoble auf dem Isereradweg.
    Keine Panne, das Bike hat alles ohne Probleme mitgemacht und mich plus Gepäck immer ans Etappenziel gebracht. Bin nach jetzt 2.600 Gesamtkilometern immer noch sehr zufrieden.
    Ausgetauscht würden die Reifen gegen Continental XKing. Sehr zu empfehlen.
    Gruß und gutes biken
    Peter

  3. Ich habe vor einigen Wochen das FISCHER Proline Evo 1607 ETD gebraucht gekauft. Nach einigen Tagen und max. 100km fing während der Fahrt der Motor zu brummen an, als wenn plötzlich Wechselstrom anliegen würde. Die Leistung fiel deutlich ab.
    Ist solch ein Fehler bekannt?
    Der Techniker war gestern da, aber der Fehler trat nicht auf. Es wurden mehrere Updates aufgespielt. Am Abend dann nach 1km wieder der gleiche Fehler…

  4. Nach 2 1609 die ich gegen 2. 1614 gewandelt habe,bin ich mehr als zufrieden mit den Rädern,Touren von 65 km mit Stufen zwischen 2-5 mit teilweise heftige Steigungen,und rest von ca 25% mehr als ausreichend. Von der leistung des heckmotors bin ich immer wieder positiv überrascht,vor allem weil man keinerlei Geräusche hört ,sehr kraftvoll,sicherlich gibt’s bessere Räder als das 1614 von Fischer,aber nicht zu solch einem Preis.

  5. Hallo, bin ca. 1700 km gefahren. Nun lässt sich das Display nicht mehr ohne Weiteres einschalten. Nur wenn ich den Akku herausnehme und wieder reintue kann ich das Display ein Mal einschalten und fahren. Schalte ich wieder aus, kann ich nicht wieder einschalten. Erst wieder wenn ich den Akku rausnehme. Kennt jemand dieses Problem?

  6. Danke für die ausführliche Berichterstattung. Ich hätte ein paar Fragen. Hast du denn auch mit viel Gepäck und bei starker Steigung das Bike getestet? Also dass du bei Fahrer + Gepäck auf ein Zusatzgewicht von 85-95 kg kommst und aufgrund der starken Steigung die höchste Unterstützung nutzen möchtest?
    Habe hier die Erfahrung gemacht, dass der Akku sehr schnell in die Knie geht und die Leistung nicht lange hält. Auch die Anzeige des Restakkus ist in solchen Fällen mit Vorsicht zu genießen.
    Weiterer großer Haken in diesem Fall ist doch der eher schlechte Service von Fischer. Man hängt bis zu einer halben Stunde in der Warteschleife, bis man überhaupt einen Mitarbeiter erreicht und diese sind dann nicht sehr kundenfreundlich. Heißt auf die Nachfrage, ob der Akku aufgrund der stark einbrechenden Leistung getauscht oder überprüft werden könne (innerhalb der 18 Monate Garantie auf den Akku) wurde einem gesagt, dass die Prüfung!!! (ja nur die Prüfung und nicht der Tausch) mit 400€ veranschlagt wird, sollte der Akku in einem ordentlichen Zustand sein. Auf die Frage welche Richtlinien nun die Akkus haben um als defekt oder eben in Ordnung bewertet zu werden habe ich vom Fischer Kundenservice nie eine Antwort erhalten. Ansonsten hätte man die Werte des Akkus selbst checken können und so sicher gehen, dass er als defekt getauscht wird oder man sich eben mit der schlechten Leistung abfindet. Für die 400€ Servicegebühr um am Ende einen schlechten Akku zurück zu bekommen kann man sich auch gleich einen neuen Akku kaufen. Daher wäre interessant, ob andere Leute auch in dem Leistungsbereich unter starker Beanspruchung schon die Akkus strapaziert haben und wie da die Haltbarkeit ausfiel und ob andere ähnliche Probleme beim Service hatten, wenn es um den Akku ging.

    1. Hallo,
      also Folgendes zu Deinen Fragen zum Akku und zur Reichweite aus meinen Erfahrungen:
      Ja, ich bin schon öfter mit vollem Rucksack und Satteltaschen unterwegs gewesen. Dabei komme ich geschätzt so auf ca. 85kg Zuladung (Körpergewicht plus Anbauteilen wie Gepäckträger, Schutzblechen, Lampen, Gepäck). Längste Strecke mit solcher Beladung waren bis jetzt ca. 65km auf weitgehend ebener Strecke mit ab und an ein paar kürzeren Anstiegen ohne merklichen Gegenwind und 4 bar Reifendruck bei ca. 18 Grad Außentemperatur. Mit Unterstützungsstufe zwischen 1 und 2 (mal kurz auch 4 und 5) waren danach noch ca. 25 bis 30 Prozent Restenergie im Akku vorhanden.

      Wenn ich hier im Bergischen meine abendliche Hausstrecke von 15km auf einer gemischten Strecke von Asphalt und Waldwegen und einigen knackigen Anstiegen mit leichtem Rucksack (dann ca. 75kg Zuladung) und weitgehend in Unterstützungstufe zwischen 3 und 5 absolviere, sind danach noch ca. 50 bis 60 Prozent Restenergie im Akku. Käme auf solchen Strecken also geschätzte 20km bis 30 Km mit vollem Akku.

      Im Winter bei Temperaturen um oder unter 0 Grad, bricht der Akku deutlich ein. Ich schätze, dass dann nur noch ca. 50 Prozent Kapazität genutzt werden können. Ich habe dies mit einer Akkuabdeckung aus Neopren einigermaßen in den Griff bekommen (hilft auch ganz gut gegen Nässe und Verschmutzung des Akkus und gibts bei diversen Onlinehändlern um die 35,– Euro).

      Wenn man bedenkt, dass Fischer selbst in der Bedienungsanleitung Reichweiten zwischen 10km und 120km angibt, wird deutlich, dass die Reichweite von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist (Körpergewicht, Gewicht von Gepäck und Anbauteilen, Wegstrecke, Reifendruck, Gegenwind, eigene Trittleistung, gewählte Unterstützungsstufe etc.). Lies mal im Handbuch ab Seite 64. Die maximal angegebene Reichweite von 120km ist danach nur unter optimalen Bedingungen (welche man in der Praxis so nur schwerlich realisieren kann) zu erreichen.

      Fazit: Auf der Genusstour auf weitgehend ebenen, asphaltierten Radwegen mit ca. 85kg Zuladung und wenig Gegenwind, mit höherem Reifendruck und gleichmäßiger Fahrweise in Unterstützungsstufen zwischen 1 und 2 sollten locker 70 bis 80 km zu erreichen sein. In unwegsamem Gelände mit Schotter, Matsch und steileren Anstiegen und weitgehend hoher Unterstützung würde ich mal zwischen 20 und 30km schätzen.

      Anmerkung: Das Haibike Sduro meiner Frau (mit Yamaha Mittelmotor und einem Akku mit 36V und 11,6aH, also von den Wattstunden Wh vergleichbar) erzielt merklich höhere Reichweiten. Will heißen, wenn wir zusammen auf der gleichen Strecke unterwegs sind, würde ich mal schätzen, dass mit dem Haibike ca. 20 bis 30 Prozent höhere Reichweiten zu erzielen wären. Dabei liegt ihr Gesamtgewicht aber auch um ca. 20 Prozent unter meinem Gesamtgewicht (weniger Körpergewicht – 55kg statt 70kg und weniger/leichteres Gepäck).

      Wo ich Dir recht gebe ist, dass ein Preis von 400,– Euro zur Überprüfung des Akkus exorbitant hoch ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass hierfür ein überaus hoher Arbeitsaufwand von Nöten ist. Das kann ich aber nicht einschätzen. Im Internet sind ein paar Anbieter unterwegs, die verbrauchte Akkus von Pedelecs wieder aufarbeiten (mit frischen Zellen versehen). Vielleicht solltest Du mal Kontakt mit diesen Firmen aufnehmen und Dir ein Angebot zwecks Überprüfung einholen (wenn diese das überhaupt machen/können). Viel preiswerter als ein neuer Akku sind solche Firmen aber nicht – Bestückung mit neuen Zellen kostet so um die 300,– Euro, aber vielleicht ist die Überprüfung ja deutlich preiswerter.

      Im Übrigen hat Fischer seit einiger Zeit einen leistungsstärkeren Akku (ca. 500Wh) auf dem Markt. Kostet neu so knapp unter 500,– Euro.

      Hoffe, Dir hiermit ein wenig geholfen zu haben.

      Wünsche allen gutes (e)biken.

      Peter

    2. Hallo,
      ich besitze das Bike seit Aug 2016, bin bis jetzt ca. 1000 km damit gefahren, inkl.
      Alpe-Adra-Tour und habe folgende Erfahrungen gemacht:
      Zuerst kann ich bestätigen, das sich die Speichen am Hinterrad lockern und unbedingt nachgespannt werden müssen (siehe auch Bericht von Hrn. Peter Berninghaus Nov. 2016).
      Zum Thema Akkuleistung und Steigleistung muß man immer die Randbedingungen wie:
      – wieviel % Steigung
      – wie schnell fahre ich in der Steigung
      – wie hoch ist mein Gesamtgewicht (Rad=25 Kg + Person + Gepäck)
      wissen.
      Weiterhin sollteman wissen wie sich das ganze rechnet, dh. wieviel Wattleistung ist nötig um eine Steigung zu bewältigen und was ist meine persöhnl. Wattleistung.
      Hierzu empfehle ich die Webseitete Link: „http://elfkw.at/technik“ zu studieren.
      Unter „Leistungsrechner“ kann man sich die Wattleistung in Verbindung mit Geschwindigkeit/%-Steigung und Gewicht anzeigen lassen.
      Dabei wird klar, das ein Hinterradantrieb immer eine hohe Geschwindigkeit haben sollte um ein gutes Drehmoment zu erzeugen. Man erkennt in der Rechenformel, das man hier nur sinnvoll minimal >= 10 Km/Std eingeben kann.
      Gibt man z.B. 10 Km/Std, Gewicht 110 Kg ein (Fahrer + Rucksack 85 Kg + Rad 25 Kg) und Steigung 10 % dann muß ich selber noch 216 Watt Trittleistung bei voller 250 Watt-Unterstützung leisten. Das schafft wohl kein normaler Radfahrer!
      Daraus ergibt sich folgende Problematik:
      Mit dem vorhandenen City-Setup (Kurbel = 26,36,46 Zähne Ritzel 11-30) kann man meiner Meinung nach nicht sinnvoll langsamer als 7 Km/Std (Trittfrequenz ca. 60 Umdr. /Min) fahren.
      Nachdem ich in München wohne und ich öfter in den Bergen unterwegs bin, habe ich
      mein Bike mit einer Kurbel=22,32,42 und Ritzel 11-32 (gemäß meinem alten MTB)
      umgebaut. Jetzt kann ich Steigungen auch mit ca 3-4 Km/Std bewältigen, somit die
      Steig-Wattleistung reduzieren und ggf. mal in der Steigung wieder anfahren. Weiterhin bringen mir die 46 Zähne an der Tretkubel nicht viel, da der Motor ja nur bis 26 Km/Std unterstützt.

      Wie rechnet sich das:
      Grundsatzformel: Watt=Kg+9,81N*Höhenunterschied in m/Zeit in sec.
      Beispiel:
      Übersetzung meiner Tretkurbel 22 Zähne und Ritzel hinten 32 Zähne = Faktor 0,69
      Radumfang ist ca. 2,19 m daraus ergeben sich 1,51 m pro 1x Kurbelumdrehung.
      Bei 45 Umdrehungen pro Min legt man somit 68 m zurück.
      Habe ich jetzt eine Steigung von 10 %, dann fahre ich bei 1 Km Strecke = 100 öhenmeter.
      D.h. 1000 m / 68 m/Min = 14,7 Min Fahrzeit (= 3,9 Km/Std!) = 882 sec in die Formel eingesetzt ergeben das 122 Watt (110Kg*9,81 N * 100 / 882) die ich noch leisten kann.
      Mit der Ritzelrechnerseite „https://www.j-berkemeier.de/Ritzelrechner.html“
      kann man die Geschwindigkeit bei 45 Umdr. und o.g Ritzelpaket nachrechnen.
      Wie man sieht das ist schon alles sehr Grenzwertig und wenn man bedenkt das bei 3,8 Km/Std der Akku bei voller Leistung wohl nur noch als Heizung fungiert, ist es kein Wunder das der Akku ohne nenneswerte Unterstützung schnell leer ist.
      Was ist die Lösung?
      1.) der Umbau auf ein anderes Ritzelpaket schein mir sinnvoll, da man bei größeren
      Steigungen eben mit mehr Muskelkraft unterstützend eingreifen kann und die Motorleisung stark reduzieren kann.
      Ich werde das demnächst bei uns in der Nähe (Schäftlarner Berg) mit 10%-iger Steigung testen. Bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten 3,4,5,6,7 Km/Std und den jeweiligen Zuschaltstufen (momentan 7 Stufen) und der Kontrolle über Wattanzeigewert (entpricht = Ampere) testen – vor allem werde ich die Temperatur am Hinterradmotor kontrollieren wann er zu heiß wird. Man kann ja dann
      über den Amperwert = die Akkulaufzeit errechnen, denn z.B.: bei 466 Watt Anzeige (Stufe 7) und 10 Ah Kapazität hält der Akku ja genau 1 Stunde!
      Da bedeutet bei meinem Beispiel, da ich nach 4 x 15 Min bergfahren (ca. 400 Hm) und
      Stufe 7 den Akku leergefahren habe.
      Ich hoffe du hast bei soviel Theorie keine Kopfschmerzen bekommen.
      G. Brandes

    3. Nachtrag zum Akku bzw. zur Reichweite: Im PlayStore bietet Fischer eine kostenlose App – einen Reichweitenrechner zum Download – an. Gib Deinen Radtyp und Deine persönlichen Werte (Akkutyp, Streckenkarateristik, Gewicht, Unterstützungsstufe, Wind etc.) ein und die Software errechnet die Distanz, welche man mit dem Rad bei vollem Akku erreichen kann.
      Scheint mir sehr realistisch zu sein.
      Gruß – Peter

  7. Nach nun ca. 1700km bin ich immer noch sehr zufrieden. Das anfängliche Knacken ist nun nach dem Nachziehen der Speichen verschwunden. Steht im Übrigen auch im Wartungsheft. Die montierten Reifen wurden nach ca. 1400km gegen Continental XKing 27,5 x 2,4 ausgetauscht – die von Fischer montierten Reifen zeigten Auflösungserscheinungen, heißt das Profil war fast abgefahren. Ab ca. 3 Grad Aussentemperatur und niedriger geht der Akku merklich in die Knie und hat dann nur noch ca. 50% der normalen Reichweite. Das habe ich mit einem Neroprenschutz zumindest teilweise in den Griff bekommen. Wirkt auch gut gegen Nässe und Schmutz (findet man online bei diversen Bikehändlern).
    Ansonsten noch gefederte Suntour-Sattelstütze nachgerüstet. Ist die reine Freude auf rauhem Untergrund.
    Vorläufiges Fazit (siehe auch meinen Text aus 2016): Immer noch sehr zufrieden mit dem Bike.
    Gute Fahrt!

  8. Hallo, habe das Bike im April 2016 erworben und bis jetzt ca. 1200 km damit zurückgelegt und bin sehr zufrieden. Strecke ca. 80 Prozent Asphalt/ Radwege, 20 Prozent offroad.
    Defekte: Direkt am Anfang eine Undichtigkeite der Hydraulikbremse am Hinterrad. Diese wurde nach vier Wochen vom Vorortservice komplett gegen eine neue getauscht, natürlich kostenlos. Das Ersatzteil war bei Fischer nicht vorrätig und mußte erst aus Übersehen besorgt werden. Der Service vor Ort war sehr kompetent und freundlich.
    Nach ca. 800 km tauchte ein Klapper- bzw. Knackgeräusch auf, wenn das Bike „warm“ gefahren“ war, so nach 2 bis 3 Kilometern. Wo diese Geräusche herkommen, ließ sich nicht genau lokalisieren. Zufällig traf ich in einem Forum auf einen User, der das gleiche Problem hatte. Dieser riet alle beweglichen Teile (Bereiche Tretkurbel und Achse des Heckmotors) mit Sprüh- sprich Schmiermiel zu behandeln. Ich habe den Rat befolgt und seit dem ist das Geräusch nicht wieder aufgetaucht. Fischer soll das Problem bekannt sein, kann jedoch die Ursache angeblich nicht nachvollziehen.
    Betrieb: Gute Abstufung der einzelnen Unterstützungsstufen (fahre fünf Abstufungen, welche per einfacher Programmierung erweitert und jeweils einzeln eingestellt werden können. Der Motor geht äußerst kraftvoll zu Werke. In der höchsten Stufe bin ich immer wieder von dem phänomenal guten Vorschub begeistert. Die Elektronik regelt bei ca. 26 kmh ab und setzt dann bei ca. 24 kmh wieder ein. Das Abriegeln setzt deutlich merkbar ein, fast wie ein leichtes Abbremsen. Das Fahrgefühl ist insgesamt gut, die Steifigkeit des Rahmens mit Gepäck und im Gelände könnte besser sein vermittelt jedoch kein Gefühl der Unsicherheit. Die Suntourgabel spricht auf Asphalt und im Gelände sauber an und ist auf längeren glatten Touren bockierbar. Die Schaltung arbeitet sauber und exakt. Die Bremsen sind gut dosierbar und packen kräftig zu.
    Beim Anfahren spricht der Motor verzögert an. Kann schon mal zu einem kleinen Kraftakt führen, wenn man z.B. an Ampeln nicht rechtzeitig runtergeschaltet hat, egal bei welcher Unterstützungsstufe. Fährt man vorausschauend, ist das Anfahren toll und man kommt sehr schnell aus dem Stand auf Geschwindigkeit, der Vorschub des Motors ist einfach phänamonal.
    Die breite Bereifung liegt satt auf der Straße und vermittelt auch im Gelände ein sicheres Fahrgefühl.
    Manko ist das Anfahren aus dem Stand an steilen Steigungen, da die Unterstützung verzögert einsetzt und das Bike mit knapp über 20 kg wie alle e-bikes recht schwer ist.
    Die Schiebehilfe ist recht schwach und am Berg kaum eine wirkliche Hilfe, wenn man mal aus dem Sattel muss.
    Reichweite: Je nach Strecke, Gelände, Gepäck, Gewicht des Fahrers, gewählter Unterstützung zwischen 30 und 100 Kilometer. Habe in leicht hügeligen Gelände mit ca. 10 kg Gepäck und einem Eigengewicht von ca. 65 kg und Dauerunterstüng zwischen 1 und 3 schon locker 80 km zurückgelegt und hatte noch ca. 30 Prozent Ladung im Akku.
    Insgesamt für den Preis von ca. 1200 Euro ein tolles e-bike das viel Spaß macht und das ich voll empfehlen kann.
    Um es Stvo- und reisetauglich auszustatten, sollte man für eine gute Lichtanlage, guten Sattel, ergomische Lenkergriffe, Gepäckträger, wasserdichte Satteltaschen usw. noch ca. 200,– Euro einplanen. Wegen fehlender Bohrungen am Rahmen kam nach längerer Suche nur der nicht ganz preiswerte Thule Gepäckträger mit Seitenrahmen in Frage.
    Also, wer ein gutes, preiswertes MTB-Pedelec für den Alltag, längere Touren und Gelände sucht, kann mit dem bike als Alltagsradler nicht viel verkehrt machen. Meine Frau fährt das Sduro hardtail von Haibike mit Yamaha Mittelmotor, das doppelt so teuer ist. Sicher ein affengeiles Bike das optisch was her macht und qualitativ besser ist und mit hochwertigeren Komponenten ausgestattet ist. Ich weiß aber nicht, ob ich mit ihr tauschen würde.
    Hoffe, das der Kommentar eine kleine Hilfe für Euch war. Bis die Tage und gutes Radeln.

  9. Hallo,
    mein Freund hatte dieses Rad, aber nur Probleme damit. Der Service war auch nicht so gut wie man es erwarten könnte. Mitlerweile hat er es verkauft und ein Cube erworben. Ich bin trotzdem von dem Rad begeistert und ich erwäge es zu erwerben. Bitte schreib mal weiter, wieviel Kilometer bist Du bis jetzt gefahren und welche Erfahrungen bezüglich der Reparatur hast du gemacht????
    Wie st die Software u.s.w

    Danke
    Ralf

  10. jetzt wo ich m.d.EM1614 1woche unterwegs bin habe ich bezueglich d. motoransprechverzoegerung (~5s) festgestellt, dass dies wg.meiner verstellung d. „Anfahrstaerke“ v.initial SSP1 (100%) auf SSP4(70%) geaendert hatte. das zurueckstellen auf SSP1(100%) behebt dieses unangenehm empfundene verhalten. wer vorzugsweise auf der strasse & befestigten wegen unterwegs sein wird dem rate ich zum reifenwechsel. mein wechsel a.d. CONTI DOUBLE FIGHTER III laesst das rad`l ganz geschmeidig sehr leicht laufen!

    1. Hallo EDU,
      ich wollte deinem Rat folgen und auch auf die anderen Pellen umrüsten. Aber ich finde die nur in einer Breite von 2 Zoll. Passen die denn auf die Felgen mit 2,4 Zoll Breite?

  11. ich habe gestern das fischer em1614 bekommen. nach d.auspacken ist d.mitgelieferte emtb fahrbereit. lediglich die m.separaten AA/AAA-batterien betriebenen v/h-beleuchtung, d.v-/h-&speichenreflektoren, d.halter f.d.mitgelieferte spiralschloss(!) muessen noch montiert werden. jetzt noch d.schrauben pruefen – waren alle fest! schaltung , bremsen waren eingestellt. dann noch sattelhoehe einstellen, helm auf; kontroller einschalten einstellungen ueberpruefen und los geht`s. da d.magnetsensor am hinterrad zu weit vom betaetigungsmagnet entfernt ist, ist die geschwindigkeitsanzeige ab ~18km/h falsch. sensor dichter an den magneten und alles funktioniert. jedoch spuere ich erst `mal nix von e-motor-unterstuetzung! erst nach langen ~5sek. trampeln setzt die motorunterstuetzung sanft ansteigend ein und hoert sofort nach einstellen d.trampeln auf, um dann erst wieder nach der lange empfunden trampelzeit(-totzeit) wieder sanft ansteigend je nach unterstuetzungsstufe(1-5) einzusetzen – das koennte besser sein. ansonsten ist das rad sowiet bislang beurteilbar ok. wg.d.empfunden hohen rollwiderstandes werde ich dem von mir i.d.stadt zu nutzenden em1614 zwei preiswerte conti double fighter iii mit durchgaengiger feinlamellierter abrollflaeche verpassen. alle weiteren erfahrungen … spaeter!

  12. hallo wasilis, wie sind deine bisherigen erfahrungen z.b. hinsichtlich:
    etwaig nachlassender akkukapazitaet?
    wie ist die shimano deore (-xt?/-lx?)-schaltung positioniert das schaltwerk die kette reproduzierend exakt beim hoch UND runterschalten?
    wird die beleuchtung a.d.akku gespeist oder muss man separate batterie/akkus(?) einlagen?
    wie ist es m.d.dosierbarkeit d.bremsen und etwaigen (quietsch-)geraeuschen?
    wie lange dauert die vollladung des akkus?
    danke f.d.infos

    1. Hi Edu,
      bezüglich der Akku-Kapazität kann ich noch keinen Nachlass feststellen, das ist noch zu früh. Die Reichweite ist alledings in Ordnung, eine Radtour mit 50 Kilometern lässt sich bspw. gut machen, v.a. wenn man nicht die maximale Stufe wählt (und es nicht dauernd bergauf geht).
      Die Deore Schaltung ist gut positioniert und funktioniert einwandfrei (nur „Deore“ esetzt die alte „Deore LX“). Bremsen quietschen nicht, das kann sich bei Scheiben aber immer leicht ändern, also keine Gewähr für andere Modelle.
      Akku laden dauert ca. 6 Stunden wenn der Akku komplett leer ist.
      Viele Grüße
      Wasilis

  13. Sehr ausführlicher Beitrag, vielen Dank!

    Das Bike macht einen guten Eindruck, wenngleich es nicht in der höchsten Liga mitspielen kann, ist es aber für den Preis absolut empfehlenswert.

    Liebe Grüße,
    Anton

  14. Das Bike 1614 hat mich so gefesselt als ich es live gesehen habe, dass ich es mir gleich bestellt habe. Es sah live noch viel beeindruckender aus wie auf den Verkaufsseiten der mittlerweile vielen Anbieter. Ich selber hab es beim Saturn für 1111,- € gekauft und hab mir vorher viele Gedanken wegen den günstigen Angeboten gemacht. War sehr am zaudern, doch nach der Probefahrt war ich beeindruckt. Kann es kaum abwarten endlich loszulegen! Die Farbe und die Verarbeitung sah sehr vielversprechend aus. Mal schauen welches Zubehör noch in Frage kommt. Die inzwischen vorliegenden Tests, die Infos in verschiedenen Foren und Euer Bericht hier haben mir gutes Infomaterial in die Hand gegeben. So wusste ich dass es auf jedenfall das EM1614 wird (wegen dem stärkeren Akku)

  15. Aufschlussreicher Beitrag! Das E Bike macht einen guten Eindruck. Zwar kommt das Rad sicherlich nicht an die E-Bikes wie von Cubes beispielsweise heran, aber hier kommen Sparbewusste sicherlich auf ihre Kosten.

  16. Solange man nichts hat an dem Bike ist es scheinbar ganz gut im Preis/Leistungs/Verhältnis. Der Service bei einem Garantie Fall ist unterirdisch. Mein Fischer Bike gab nach exakt 4o Kilometer den Geist auf. Heckmotor war hinüber.
    Aktuell warte ich seit geschlagenen 8 Wochen auf Abhilfe. Da das Ersatzteil „Motor“ scheinbar mit dem Schiff aus China kommt, steht die Kiste nun in der Garage.
    Ein Tausch des Rades wird abgelehnt, da ich es über Plus. de gekauft habe.
    Mein Tipp an Euch: Finger weg von Fischer. Schaut Euch die Angebote von link quadrad an. Hier bekommt Ihr für 1700 € ein super Rad vom Fachhandel mit Bosch Mittelmotor und alles was das Herz begehrt.
    Billig Fischer ist und bleibt ein Reinfall.

    1. Gilt wohl genauso für den Service der von ihnen erwähnten Firma, wenn man sich diverse Bewertungen dazu ansieht!
      Allgemein gilt daher Direktversender kann beim Service ein Reinfall sein muß aber nicht.
      Wer das Risiko scheut, kauft lieber Vorort beim Händler und bezahlt den „Händlerzuschlag“ 😉

  17. Sehr sehr nettes MTB EBike! Gefällt mir äußerst gut, nicht nur vom Design, sondern auch von den 504 Wattstunden bin ich positiv überrascht. Ein näherer Blick winkt, so wie es aussieht! Danke für die kurze Vorstellung.

    1. Gerne, der Bericht wird noch ausgebaut! Bei Fragen gerne an mich wenden…

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